Junge Liberale begrüßen das Lösungskonzept der Landesregierung für den Erhalt der Medizinstudiengänge an der Uni Lübeck auch als Zeichen einer gesunden Diskussionskultur zwischen Regierung und Bevölkerung.
10.07.2010 – Kiel. Vor kurzem hat die Landesregierung ein alternatives Einsparkonzept zu dem im Konsolidierungspaket der Landesregierung vorgesehenen Wegfall der Medizinstudienplätze an der Universität Lübeck vorgestellt. Das Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften soll dabei an die Helmholtz-Gemeinschaft überführt werden. Insgesamt ermöglichen neue Gelder des Bundes für Forschung in der Höhe von 25 Millionen Euro jährlich, dass auf die Schließung verzichtet werden kann.
Patrick Löffel (25), der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Schleswig-Holstein, sagt dazu:
„Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein stehen nach wie vor mit Nachdruck hinter den absolut notwendigen Konsolidierungsvorhaben der Landesregierung. Nichtsdestotrotz freuen wir uns, dass eine Lösung gefunden wurde, die notwendigen Sparmaßnahmen mit dem Erhalt der Medizinerausbildung in Lübeck zu vereinbaren. Der Medizinstandort Lübeck ist bundesweit als Vorreiter bekannt und der Erhalt der Studienplätze stärkt nicht nur die Region Lübeck, sondern ganz Schleswig-Holstein.
Die Lösungsfindung zeigt, dass die Landesregierung keine hohlen Phrasen gedroschen hat, als sie bei der Vorstellung der Konsolidierungsmaßnahmen darauf hinwies, dass es sich um Vorschläge handele und jeder Schleswig-Holsteiner aufgefordert sei, Verbesserungsvorschläge zu machen.
Die durchgeführten Demonstrationen und der Dialog der Regierungskoalition sind ein gutes Zeichen für die gelebte Demokratie in unserem Land. Diejenigen, die jetzt von einer Schlappe der Landesregierung sprechen, sollten sich fragen, worum es ihnen geht, darum, dass die Regierungskoalition möglichst schlecht dastehen soll oder um die Stärkung des demokratischen Prozesses und das Wohle unseres Bundeslandes. Schließlich war es die Landesregierung, die sich für die zusätzlichen Gelder des Bundes stark gemacht hat.
Insbesondere Oppositionspolitiker der SPD, die nie den Mut aufgebracht haben, das Schuldenproblem Schleswig-Holsteins konsequent anzugehen und es im Gegenteil sogar verschärft haben, sollten sich dringend wieder auf die Sache besinnen.
Eins muss bei dem zu begrüßenden Lösungsweg aber klar sein: Die richtige Nachbesserung des Konsolidierungspaketes im Falle der Uni Lübeck, darf nicht dazu führen, dass zahlreiche andere Sparvorhaben nun zur Disposition gestellt werden. Über die Höhe der Konsolidierungsvorhaben kann und darf es keine Diskussionen geben.“





